Bildungspläne

Schon am veränderten Sprachgebrauch kann man das damit verbundene neue Verständnis von Unterricht ablesen: Was früher "Lehrplan" hieß, wird seit 2004 "Bildungsplan" genannt. An die frühere Vorstellung vom Lehrplan war ein Unterrichtsverständnis geknüpft, in dem die Lehrkraft bestimmte Unterrichtsinhalte und Themen vermittelt. Der Bildungsplan hat einen Unterricht vor Augen, in dem sich Schülerinnen und Schüler sich selbst bilden, indem sie sich bestimmte Kompetenzen aneignen. An die Stelle eines eher aufnehmenden Lernens tritt ein Unterrichtsverständnis, in dem selbständiges Lernen von Kindern und Jugendlichen im Mittelpunkt steht.