Evangelisch-katholische Ökumene

Quelle: Evang. Landeskirche Baden
Quelle: Erzdiözese Freiburg
Die Evangelische Landeskirche in Baden und das Erzbistum Freiburg liegen im Südwesten Deutschlands in unmittelbarer Nachbarschaft zum Elsass in Frankreich und zur Schweiz. Ihr Gebiet erstreckt sich vom Main im Norden über die Oberrheinische Tiefebene im Westen und den Schwarzwald im Osten bis an den Hochrhein und den Bodensee im Süden. Innerhalb des Bundeslandes Baden-Württemberg umfasst die Landeskirche, die 1821 als unierte evangelische Landeskirche gegründet wurde, den badischen Landesteil; das 1827 gegründete Erzbistum besteht in den Landesteilen Baden und Hohenzollern. Die Erzdiözese ist mit 2,12 Millionen Katholiken die zweitgrößte der insgesamt 27 Diözesen in Deutschland, während die Landeskirche mit ihren 1,33 Millionen evangelischen Mitgliedern zu den mittelgroßen Landeskirchen in Deutschland zählt. In vielen Städten und Dörfern Badens leben evangelische und katholische Christen zusammen, einige wenige Gegenden sind mehrheitlich katholisch (insbesondere im südlichen Schwarzwald und am Bodensee) oder evangelisch (in Nordbaden, im Raum Karlsruhe und Pforzheim). 106 Gemeinden haben evangelischerseits Ökumenische Rahmenvereinbarungen abgeschlossen (Stand 7/2015). Beide Kirchen, die Erzdiözese Freiburg und die Evangelische Landeskirche in Baden, fühlen sich der Ökumene verpflichtet. Die Landeskirche sagte bereits in ihrer Unionsurkunde von 1821, sie sei "mit allen Christen in der Welt befreundet", und in Paragraph 70 ihrer Grundordnung: "Die Landeskirche mit ihren Kirchenbezirken und Gemeinden ist zur ökumenischen Zusammenarbeit mit allen Kirchen und christlichen Gemeinschaften verpflichtet und bereit." Die Erzdiözese bezieht sich insbesondere auf das II. Vatikanische Konzil (1962-1965), das es als eine Hauptaufgabe ansah, "die Einheit aller Christen wiederherstellen zu helfen". Daher leben beide Kirchen in enger Verbindung - von den Gemeinden über die Kirchenbezirke bis zu den Kirchenleitungen.