Nizänum

Das Nizänische Glaubensbekenntnis (Nizaeno-Konstantinopolitanum)

Das Bekenntnis von Nicäa wurde vom ersten Konzil von Nicäa (Kostantinopel), dem ersten ökumenischen Konzil im Jahre 325 n. Chr. herausgegeben.
Bild: Erstes Konzil von Nicäa (325): Kaiser Konstantin entrollt den Text des Nicäno-Konstantinopolitanum, wie es auf dem ersten Konzil von Konstantinopel (381) umformuliert wurde,; Quelle: Wikipedia.org /Oktober 2012
Mit dem Bekenntnis zur Wesenseinheit von Christus und dem Vater bezog das erste nicht-lokale Konzil der Kirchengeschichte Stellung gegen den Arianismus, dessen Lehre auf dem Konzil von Nicäa (Nicäa entspricht dem heutigen Iznik/Türkei) abgelehnt wurde.
Auf dem Konzil von Ephesos im Jahre 431 wurde dann das wörtliche Glaubenbekenntnis von Nicäa ausdrücklich bestätigt und erklärt, dass es nicht verändert werden dürfe. Dieses Bekenntnis wird auch von allen alt-orientalischen Kirchen anerkannt und ist somit das meistanerkannte Bekenntnis im Christentum.
Bei uns wird es oft an besonderen Feiertagen anstelle des Apostolischen Glaubensbekenntnisses gesprochen.
Sie finden den Text des Nizänischen Glaubensbekenntnisses über untenstehenden Link, oder im Evangelischen Gesangbuch (Ausgabe für die Evangelische Landeskirche in Baden) unter Nr. 023.

Das Nizänische Glaubensbekenntnis im Wortlaut

Wir glauben an den einen Gott,
den Vater,
den Allmächtigen,
der alles geschaffen hat,
Himmel und Erde,
die sichtbare und die unsichtbare Welt.

Und an den einen Herrn Jesus Christus,
Gottes eingeborenen Sohn,
aus dem Vater geboren vor aller Zeit:
Gott von Gott,
Licht vom Licht,
wahrer Gott vom wahren Gott,
gezeugt, nicht geschaffen,
eines Wesens mit dem Vater;
durch ihn ist alles geschaffen.
Für uns Menschen und zu unserm Heil ist er vom Himmel gekommen,
hat Fleisch angenommen durch den Heiligen Geist
von der Jungfrau Maria und ist Mensch geworden.
Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus,
hat gelitten und ist begraben worden,
ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift
und aufgefahren in den Himmel.
Er sitzt zur Rechten des Vaters
und wird wiederkommen in Herrlichkeit,
zu richten die Lebenden und die Toten;
seiner Herrschaft wird kein Ende sein.

Wir glauben an den Heiligen Geist,
der Herr ist und lebendig macht,
der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht,
der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird,
der gesprochen hat durch die Propheten,
und die eine, heilige, christliche und apostolische Kirche.
Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden.
Wir erwarten die Auferstehung der Toten
und das Leben der kommenden Welt.

Amen