Psychosoziale Unterstützung

Unter den Menschen, die nach Deutschland kommen (ob als Asylsuchende/Flüchtlinge oder aus anderen Gründen), sind viele aus Ländern, in denen Krieg herrscht, bis vor kurzem herrschte oder andere unmenschliche und grausame Verbrechen begangen wurden und werden. Viele dieser Menschen leiden auch heute noch, wenn sie in Deutschland leben, unter dem, was sie erlebt haben. Bei Personen, die extremen psyischen Belastungen ausgesetzt waren (z.B. Folter, Krieg, Verlust von nahen Angehörigen, etc.) kann sich u.a. das Krankheitsbild einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) entwicklen. Wenn jemand an einer PTBS oder einer anderen schwerwiegenden psychischen Erkrankung leidet, bedarf diese Erkrankung fachkundige therapeutisch-medizinische Behandlung. In diesen Fällen gibt es die Möglichkeit, psychosoziale Unterstützung oder eine Therapie zu erhalten.
Nachfolgend finden Sie einige nützliche Links zu diesem Thema.
 
Die Bundesweite Arbeitgemeinschaft der psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer e.V. (BAfF) hilft Opfern von politischer Verfolgung und von Menschenrechtsverletzungen wie z.B. Folterüberlebenden, Folteropfern und Kindersoldaten.
 
Auf der Homepage der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg gibt es die Möglichkeit bei der erweiterten Arztsuche einen Psychotherapeut oder eine Psychotherapeutin nach Fachgebiet, Landkreis und u.a. auch Sprachkenntnissen zu suchen.
 
Hier finden Sie die psychologischen Beratungsstellen der evangelischen Kirche in Baden und der Erzdiözese Freiburg.
 
Auf derHomepage der Bundespsychotherapeutenkammer können Sie einen sehr hilfreichen Ratgeber für Flüchtlingshelfer "Wie kann ich traumatisierten Flüchtlingen helfen" und einen für Flüchtlingseltern "Wie helfe ich meinem traumatisierten Kind" (deutsch, englisch und arabisch) downloaden oder bestellen.
Die deutschen Dokumente finden Sie auch unter Materialien.
 

Spezialisierte Psychosoziale Zentren

bzw. regionale Beratungsangebote in Baden-Württemberg
Hier werden Flüchtlinge und MigrantInnen beraten, erste Diagnosen erstellt und psychiatrische und psychotherapeutische Behandlungen vermittelt. Dabei steht ein Netzwerk an DolmetscherInnen zur Verfügung.
 

Villingen Schwenningen: Refugio Villingen Schwenningen e.V.
Hier werden traumatisierte Flüchtlinge therapeutisch und pädagogisch betreut. Zusätzlich zu Diagnosen, Therapien und Weitervermittlungen an Fachärzte und Kliniken können die Flüchtlinge sich auch sozial oder rechtlich beraten lassen und an Gruppenangeboten, Kinderbetreuung und Deutschkursen teilnehmen. Der Verein arbeitet mit DolmetscherInnen.

Stuttgart: refugio stuttgart e.v.
Hier werden traumatisierte Flüchtlinge psychologisch aber auch medizinisch beraten, begleitet und gegebenfalls vermittelt. Außerdem gibt es Angebote zur sozialen Beratung in Zusammenarbeit mit SozialberaterInnen.

Ulm: Behandlungszentrum für Folteropfer Ulm
Hier werden Diagnosen und Therapien für traumatisierte Menschen angeboten. Dabei werden sowohl Deutsche als auch Flüchtlinge und MigrantInnen behandelt.
 

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Hier geht es weiter zu Flüchtlingsberatungsstellen in Baden.