Badische Website zur Reformationsdekade

Bild: zweigeteilt. links: aufgeschlagene Luther-Bibel von 1534 auf schwarzem Grund. Rechts: Logo des Reformationjubiläum mit Luther; Quelle: Lutherbibel-gemeinfrei

Sie können sich hier einen ersten Überblick verschaffen über wichtige Grundlagen der Reformationsdekade und ihre praktische Gestaltung innerhalb der Evangelischen Landeskirche in Baden. Außerdem finden Sie hier neben Veranstaltungshinweisen und weiterführenden Links auch Materialien, Angebote und Arbeitshilfen für die Entwicklung eigener Jubiläumsprojekte in verschiedenen kirchlichen Arbeitsfeldern.

Die entsprechenden Inhalte sind den Kategorien Grundsätzliches, Praktisches und "Ich bin so frei" zugeordnet. Wenn Sie eine dieser Rubriken anklicken, öffnet sich jeweils ein Register mit Stichworten, über die Sie spezielle Themenbereiche auswählen können.

Unter der Rubrik Veranstaltungen finden Sie einen Terminkalender, in dem Kirchenbezirke, Gemeinden und andere kirchliche Organisationen in Baden auf ihre Jubiläumsangebote hinweisen.
Wenn Sie im Blick auf die Gestaltung eines eigenen Jubiläumsangebots Beratung brauchen, dürfen Sie sich gerne an mich oder meine Assistenz wenden. Wie Sie uns erreichen können, erfahren Sie hier.

Ihr
Wolfgang Brjanzew

Quelle: Brjanzew_Wolfgang
 
Unter Praktisches - Gemeindebriefartikel können Sie einen Text heurnterladen, der zur Veröffentlichung in Gemeindebriefen oder auf Websites zur Verfügung steht.

500 Jahre Reformation

Anlass zum Nachdenken und Feiern

Quelle: ekiba Reformationsdekade, Wolfgang Brjanzew
Fast 500 Jahre ist es her, dass Martin Luther seine 95 Thesen gegen die Ablasspraxis der Kirche veröffentlicht hat. Am 31. Oktober 1517 soll er sie zunächst einmal an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg geschlagen haben. So lud man damals zu einem theologischen Streitgespräch ein. Und gestritten wurde dann auch in der Tat, und zwar heftig.
Was der Augustinermönch und Theologieprofessor Martin Luther seinerzeit und sein ganzes weiteres Leben hindurch über Kanzel und Katheder sowie mittels der Medien seiner Zeit an Kirchenkritik und kritischer Theologie verbreitete, löste heftige Bewegungen aus. Es trug wesentlich zur Entstehung und Entwicklung jenes Prozesses bei, den wir als Reformation bezeichnen. Als Auftakt hierzu oder wenigstens als eine wichtige Station auf diesem Weg wird gemeinhin der bereits erwähnte Thesenanschlag gesehen. An ihn erinnert alljährlich das Datum des Reformationstages. 2017 jährt sich dieser berühmte „Anschlag“ zum 500. Male. Dieses Jubiläum wird von den Kirchen der Reformation als besondere Chance wahrgenommen, die eigene Geschichte und Identität selbstbewusst, aber zugleich auch selbstkritisch zu reflektieren. Es ist Anlass zum Nachdenken und zum Feiern. Dabei werden dem ökumenischen Dialog, aber auch der Kommunikation des eigenen Selbstverständnisses gegenüber einer säkularen und zunehmend multireligiösen Gesellschaft große Bedeutung beigemessen.
Die dankbare Vergegenwärtigung dessen, was Gott seiner Kirche im Zusammenhang mit der Reformation und ihren Folgen an wichtigen Impulsen geschenkt hat, und das Leiden daran, dass es über dem Streben nach einer inneren und äußeren Regeneration der Kirche zu einer erneuten Spaltung innerhalb der Christenheit gekommen ist - beides prägt die Art und Weise, in der evangelische Christen das Jubiläum „500 Jahre Reformation“ begehen. Die Bedeutung, die man ihm beimisst, wird unter anderem daran erkennbar, dass ihm EKD-weit eine ganze Dekade gewidmet wurde. So wurden und werden über einen Zeitraum von insgesamt zehn Jahren unterschiedliche Aspekte der Reformation und ihrer Wirkungsgeschichte beleuchtet.
Als eine der vielen Früchte ihrer Zusammenarbeit in der Vorbereitung des Reformationsgedenkens stellen die Evangelischen Landeskirchen in Baden und Württemberg das Jubiläumsjahr unter die gemeinsame Losung "... da ist Freiheit" (2. Kor. 3,17). Mit diesem Bibelwort erinnern die Kirchen daran, dass die Reformation nicht nur das Evangelium vom gnädigen Gott neu in Erinnerung gerufen hat, sondern der Mensch, in dieser Gnade lebend, wahrhaft befreit ist.

Unsere Losung für das Jubiläumsjahr

Quelle: ekiba Reformationsdekade

Die evangelischen Landeskirchen in Baden und Württemberg haben sich für das Jubiläumsjahr auf eine gemeinsame Losung verständigt. Sie lautet "... da ist Freiheit - 500 Jahre Reformation". So bekennen wir uns freudig und dankbar zu der christlichen Grunderfahrung, die 2. Korinther 3,17 auf die Formel bringt: Wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit. Unsere Jubiläumslosung soll daran erinnern, dass die Reformation die befreiende Kraft des Evangeliums von der heilvollen Gegenwart Gottes in den Mittelpunkt kirchlicher Lehre und Verkündigung gestellt hat. Doch wie sieht die individuelle Aneignung dieser Freiheit aus? Was bewirkt sie ganz praktisch im Leben von Christenmenschen unserer Tage? Darüber nachzudenken bzw. zeugnishaft zu sprechen, dazu möchten wir seitens der badischen Landeskirche gerne Anstöße geben.

Quelle: ekiba Reformationsdekade
In diesem Sinne  bringen wir im Rahmen einer Kampagne provokant die bekannte und zunächst durchaus mehrdeutige Redensart "Ich bin so frei" ins Spiel. Sie ist die Ausgangsbasis für ausgewählte persönliche Testimonials, die beispielhaft dokumentieren, was es für unterschiedliche Menschen bedeutet, aus der befreienden Kraft des Evangeliums heraus zu leben und zu handeln. Diese exemplarischen Zeugnisse sollen in geeigneter Weise veröffentlicht werden. Außerdem bieten wir Schals und T-Shirts an mit der Aufschrift "Ich bin so frei". Durch sie können Glieder unserer Kirche pfiffig zum Ausdruck bringen: "Ich gehöre zur Gemeinschaft derer, die Christus zur Freiheit befreit hat."