Schriften und Bekenntnisse

Bild: Bildcollage aus verschiedenen Büchern, wie Grundordung, Berkenntnischriften und Katechismen; Quelle: Collage: Annette Wohlfeil
 
In den Bekenntnisschriften der Evangelischen Landeskirche in Baden findet sich - unter anderem - dieser Satz:
"Was gilt in der Kirche? - Diese Frage ist für viele evangelische Christen heute außerordentlich bedrängend. Wir dürfen uns nicht damit begnügen, nur Defizite anzumelden und Kritik zu äußern. Wir müssen positiv sagen, was geistliche Mitte und verbindlicher Inhalt der Verkündigung in unserer Landeskirche ist."

Die folgenden Seiten wollen einen Überblick darüber geben, was seit 2000 Jahren verbindlich ist, was über so viele Jahrhunderte bereits Bestand hat - und auch in Zukunft die Grundlage und das Ziel christlichen Glaubens, Handelns und Hoffens ist.

Die Bibel

"Einen anderen Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus" (1. Korinther 3,11)
Bild: Abbildung der blauen Lutherbibel mit Bildern von Marc Chagall; Quelle: Buchcover Deutsche Bibelgesellschaft
Quelle dieser geistlichen Mitte und ihres verbindlichen Inhaltes ist dabei zunächst die Bibel, die Heilige Schrift der Christen. Über viele Jahrhunderte hinweg entstanden, enthält sie Berichte über Erfahrungen, die Menschen und Völker mit dem lebendigen Gott gemacht haben. Sie sind Zeugnisse der Geschichte, die Gott mit den Menschen hatte, hat und haben wird. Sie erzählt vom Leben Jesu und seinem Wirken in dieser Welt, von dem, was Jesus über Gottes Liebe gepredigt hat und wie Leben gelingen kann.
Auf diesen Seiten werden Sie in Zukunft weitere Informationen zur Bibel finden, sowie Schriftlesungen und Bibelschätze.

Bekenntnisse

Handeln aus Glauben
Bild: 2 aufschlagene Bücher übereinanderliegend zum Thema bekenntnise; Quelle: ekiba_zfk
Schon sehr bald nach Jesu Auferstehung haben sich Menschen mit dem auseinandergesetzt, was aus der Botschaft Jesu durch die Zeiten hindurch der verbindliche Inhalt dessen ist, was Christen glauben, und worauf sie sich berufen können in Zeiten des persönlichen Zweifelns und gesellschaftlicher Unklarheiten und Entwicklungen.

Dies ist zum einen zusammengefasst in den Bekenntnissen der Alten Kirche - und zum anderen in Bekenntnisschriften, die im Laufe der Jahrhunderte aus gegebenem Anlass entstanden: so das Augsburger Bekenntnis für den Augsburger Reichstag 1530 und die Barmer Theologische Erklärung gegen die Irrlehren der "Deutschen Christen" im Nationalsozialismus im Jahre 1934.

Dr. Martin Luther hat sehr schnell erkannt, dass es von großer Wichtigkeit ist, dass auch die Menschen, die nicht Theologen sind, ein Recht darauf haben, wirklich zu verstehen, was sie glauben. Daraus entstanden seine beiden Katechismen - der "Kleine" Luthers Kleiner Katechismus und Luthers Großer Katechismus. Hier findet sich auch der Heidelberger Katechismus, den die reformierte Kirche 1563 verfasst hat. Luthers Kleiner Katechismus und der Heidelberger Katechismus gehören noch heute zu den Bekenntnisschriften der Evangelischen Landeskirche in Baden.

Urkunden und Grundordnung

Bild: Kelch und halber Laib Brot; Quelle: Annette Wohlfeil

Die Grundordnung  ist die gesetzliche Grundlage, auf der die Arbeit der Evangelischen Landeskirche in Baden basiert. In ihr werden außerdem theologische Grundlagen und ökumenische Beziehungen beschrieben.

"Die Unionsurkunde von 1821 legte die Differenzen im Sakramentsverständnis zwischen den badischen Lutheranern und Reformierten bei. Sie stellt fest, dass die beiden bisher getrennten lutherischen und reformierten Kirchen im 1806 neugebildeten Großherzogtum Baden hinfort eine vereinigte protestantische Kirche bilden."

"Die "Leuenberger Konkordie" von 1973 hat die Kirchengemeinschaft zwischen den Kirchen der Reformation in Europa ermöglicht und ist ein Beitrag und Beispiel auf dem Weg zur ökumenischen Gemeinschaft aller christlichen Kirchen."

Die Leitbilder

Wanderndes Gottesvolk... Haus der lebendigen Steine... Teil des weltweiten Leibes Christi... Salz der Erde...
Bild: Postkarte mit den 4 Leitbildern Weg, Brot, Salz und Steine (Kirchenwand); Quelle: ekiba, ekiba
Die Leitbilder wurden aus den 1999 entstandenen Leitsätzen weiter entwickelt. Viele Anregungen aus der ganzen Landeskirche sind darin eingeflossen. Das, was die vier Leitbilder aussagen, ist noch nicht Wirklichkeit. Wir wünschen uns, dass unsere Kirche einmal so wird, wie sie hier beschrieben ist. Dafür wollen wir uns einsetzen.
 
Glaubensbekenntnis

"Bei manchen Sätzen schweige ich. Da kann ich ehrlicherweise nicht mitsprechen" - solche Sätze hören wir in unseren Gemeinden immer wieder. Die Kreuzgemeinde in Braunschweig hat deshalb 1989 für sich ein neues Glaubensbekenntnis als Ergänzung zum überlieferten Apostolischen Glaubensbekenntnis eingeführt, das sich sehr gut für besondere Gottesdienste, oder auch für den einzelnen Leser eignet, dem es genauso geht, wie in den ersten beiden Sätzen beschrieben.