Übernahmeverfahren

Voraussetzungen für Übernahme und Einsätze im Probedienst

Voraussetzung für den Probedienst der Evangelischen Landeskirche in Baden sind nach Ablauf des Lehrvikariats das II. theologische Examen und das Übernahmeverfahren. Das Übernahmeverfahren ist derzeit nicht geöffnet für Theologinnen und Theologen aus anderen Landeskirchen. Mit der Übernahme in den Probedienst wird bei Personen bis 40 Jahren in der Regel ein Beamtenverhältnis auf Probe begründet.

 

TERMINE für die Übernahmeverfahren 2017/2018

Für die Übernahme zum 1. März 2018

Anmeldeschluss: 15. Oktober 2017
Übernahmeverfahren: 15.-16. Januar 2018
Ordinationsrüste: 5. Februar 2018


Für die Übernahme zum 1. September 2018

Anmeldeschluss: 15. April 2018
Übernahmeverfahren: 02 - 05. Juli 2018
Ordinationsrüste: 18. - 20. Juli 2018

 
ÜBERNAHMEVERFAHREN

1. Rechtsgrundlage
Das Verfahren zur Übernahme von Bewerberinnen und Bewerbern als Pfarrerinnen und Pfarrer in den Probedienst der Badischen Landeskirche ist in der Verordnung zur Durchführung des Kirchlichen Gesetzes über den Dienst des Pfarrers / der Pfarrerin im Probedienst geregelt.

2. Übernahmeverfahren
Das Übernahmeverfahren gliedert sich in drei Teile, aus denen sich das Gesamtergebnis der Bewertung ergibt:

o Interview von 50-60 Minuten
o Übung: Organisation eines Arbeitstages
o Argumentationsübung

3. Interview
Das Interview ist strukturiert. Es wird an Erfahrungen angeknüpft und nach Situationen, dem eigenen Verhalten und den erreichten Ergebnissen gefragt.

4. Organisation eines Arbeitstages
Hierbei will die Kommission etwas über die planerische und organisatorische Kompetenz erfahren. 45 Minuten stehen zur Verfügung, um einen Tagesablauf zu erstellen. In ca. 15 Minuten wird der erstellte Tagesablauf der Kommission präsentiert. Dabei werden die jeweiligen Entscheidungen begründet. Als Vorlage dient eine Mappe mit verschiedenen Vorgängen.

5. Argumentationsübung
Zum Pfarrberuf gehört es, immer wieder einen Einstieg in eine Sachfrage geben zu müssen, über die z. B. der Kirchengemeinderat zu diskutieren und zu entscheiden hat. 60 Minuten stehen zur Vorbereitung eines vorgegebenen Themas zur Verfügung. Die Zeit zur Präsentation vor der Kommission beträgt 5 Minuten, der sich eine 10minütige Diskussion anschließt.

6. Bewertungskriterien
Im Übernahmeverfahren sollen zu folgenden Kompetenzen Eindrücke gesammelt werden:

o Fähigkeit zur glaubwürdigen Vertretung des christlichen Glaubens
o Sprach-, Argumentations- und Dialogfähigkeit
o Initiative
o Entscheidungsfähigkeit
o Konfliktfähigkeit
o Strategische Kompetenz
o Kooperationsfähigkeit
o Belastbarkeit/Innere Stärke
o Planung und Organisation
o Selbstreflexion und Rollenbewusstsein

7. Bewertung
Die Bewerberin oder der Bewerber begegnet zwei Kommissionen (jeweils 4 Personen). In einer Kommission wird das Interview geführt, die andere Kommission beobachtet und wertet die beiden Übungen. Die Kommissionsmitglieder bringen ihre Eindrücke aus den einzelnen Beobachtungen der Kompetenzen in eine Wertung ein, die zu einer Gesamtwertung zusammen geführt wird. Die Gesamtwertung liegt bei maximal 5 Punkten pro Kompetenz.

8. Gesamtwertung
Die Gesamtwertung, die für die Rangfolge für die Übernahme entscheidend ist, ergibt sich aus der Zahl der Punkte, die Ergebnis der beiden theologischen Examina sind - maximal 20 Punkte - und der Zahl der Punkte aus dem Verfahren - maximal 5 Punkte.

9. Organisation
Die Anlage des Verfahrens erfordert für die Bewerberin oder den Bewerber eine ganztägige Anwesenheit. Nähere Informationen werden mit der Bewerbung um Übernahme mitgeteilt.